Verlagshaus Fachzeitungen Teegen GmbH
Die Medien für Gastronomen und Hoteliers
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CHEFS Inspiration – die digitale Frühjahrsmesse 

Als im vergangenen September die erste CHEFS Inspiration ihre virtuellen Tore öffnete, war die Spannung bei allen Beteiligten groß. Die Idee: Eine digitale Messe als adäquater Ersatz für die beliebten Präsenzmessen von CHEFS CULINAR, die Pandemiebedingt abgesagt werden mussten. Eine digitale Messe – kann so etwas funktionieren? Heute steht fest: Auf jeden Fall! „Unser Konzept ist voll aufgegangen, der Zuspruch hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen“, sagt Stephan Rieger, Messechef bei CHEFS CULINAR. „Wir haben viel positives Feedback erhalten und Besucherzahlen wie Umsätze sprechen für sich. Die Rückmeldungen haben wir genutzt, um das Angebot noch spannender und attraktiver zu machen.“

Am 3. Mai startete nun die zweite CHEFS Inspiration als Frühjahrsmesse. Gastronomen, Hoteliers, Caterer und alle anderen Besucher dürfen sich wieder auf ein umfangsreiches Messe-Sortiment mit über 4000 Produkten freuen. Inklusive attraktiver Sonderkonditionen. Über 200 Lieferanten und Hersteller präsentieren sich und ihre neuen Produkte, aktuelle Trends der Branche werden vorgestellt – es gibt neue Podcasts, Storys, Rezepte und noch vieles mehr. „Im Fokus stehen nach wie vor das Mitmachen und Ausprobieren – eben die Dinge, die auch an einer physischen Messe am meisten begeistern“, sagt Rieger. So wurden auch dieses Mal wieder die beliebten „Messe in’ner Box“ gepackt – Pakete mit inspirierenden, neuen Produkten, die einfach in der Küche ausprobiert werden können. Mehrere hundert dieser Boxen wurden bereits im Vorwege verlost.

Ganz neu in diesem Frühjahr sind die sogenannten „Masterclasses“ – kostenlos und Live per Stream aus Hamburg. „Darauf sind wir besonders stolz“, freut sich Rieger. „Sieben Liveshows wird es geben – mit ganz unterschiedlichen Themen, vom Signature Drink über Vegan Food bis hin zu High Convenience. Und das Beste: alles interaktiv. In jeder Show werden die Profis und Experten per Chat den Zuschauern Rede und Antwort stehen.“ Eine der Shows liegt Rieger dabei besonders am Herzen. Sie befasst sich mit einem Thema, das wohl alle Gastronomen und Hoteliers derzeit umtreibt. „Covid 19 – lasset das Ordnungsamt kommen“ lautet der Titel der Masterclass am 6. Mai. Mit Checklisten, Tipps und Abläufen für einen sicheren Umgang mit Kunden und Gästen in den Zeiten der Pandemie und danach.

Premiere feiert bei dieser Messe auch die kostenlose Musterbestellung. Ausgewählte Produkte, bereitgestellt von Herstellern und Lieferanten, können bei jeder Bestellung hinzugefügt werden – zum Ausprobieren, Kennenlernen und Verkosten. Solange der Vorrat reicht. „Auch durch diese Aktion soll unsere digitale Messe ein Stückweit greifbarer werden. Präsentation ist das Eine. Aber am liebsten sehen wir die tollen Produkte natürlich in der Hand und in den Küchen unserer Kunden, denn da bringen sie am meisten Spaß“, findet der Messechef.

Rieger wünscht sich für die diesjährige Frühjahrsmesse eine positive Atmosphäre des Aufbruchs. „So haben wir auch viele der Inhalte gewählt. Die Herausforderungen der letzten Monate hat uns allen einiges abverlangt. Jetzt wollen wir gemeinsam nach vorne gehen – optimistisch und voller Tatendrang“ Rieger ist überzeugt: jede Krise birgt auch viel Potential in sich. „Auch die CHEFS Inspiration wurde schließlich aus der Pandemie heraus geboren. Und sie wird später eine perfekte digitale Ergänzung zu den dann wieder stattfindenden Präsenzmessen sein.“

Vom 3. bis zum 21. Mai 2021 findet die digitale Frühjahrsmesse CHEFS Inspiration von CHEFS CULINAR statt. Kostenlos und ohne Anfahrt, Parkplatzsuche oder Wartezeiten.

Alle weiteren Informationen und Inhalte sowie die Anmeldung finden sich auf der Messeplattform chefsinspiration.de und auf dem dazugehörigen Instagram-Kanal chefsinspiration.official

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Neue Doppelspitze beim DEHOGA Sylt

DEHOGA Versammlung auf der Insel

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Auf der ersten Mitgliederversammlung des Bezirksverbandes DEHOGA Sylt seit Beginn der Pandemie wurden am 05. Mai 2021 unter Einhaltung der strengen behördlichen Auflagen, wie beispielsweise das Vorlegen tagesaktueller Coronatests im Hotel Stadt Hamburg Vorstandswahlen durchgeführt.

„Wir sind sehr froh, dass sich mit Dirk Erdmann ein Fachmann aus der ersten Reihe als Vorsitzender des Bezirksverbandes zur Wahl stellt" führte der aktuell amtierende Vorsitzende Raphael Ipsen in den Tagesordnungspunkt der Vorstandswahlen ein, der zu einem einstimmigen Ergebnis führte: Neben der neuen Ausbildungswartin, Frau Christina Wirsich aus dem Hotel Stadt Hamburg, welche das Team um Jessica Pertgen und Wiebke Müller ergänzt, wechselt Claas-Erik Johannsen vom Amt des Vorsitzenden in die Position des Schatzmeisters. Um für die aktuellen, aber auch künftig anstehenden Herausforderungen der Sylter Hotellerie bestens aufgestellt zu sein, wird die Fachgruppe Hotels ebenfalls durch eine Doppelspitze vertreten. Christian Siegling (Direktor, Severin*s Resort & Spa) wurde dazu neu in den Vorstand gewählt, während Martin Bendler, (Operations Manager, Dorint Strandresort & Spa) in der bereits ausgeübten Funktion des

Fachgruppensprechers bestätigt wurde.

Raphael Ipsen stellte sich als 2. Vorsitzender zur Wiederwahl und wurde im Amt bestätigt.

Als neuer erster Vorsitzender wurde der Kampener Hotelier Dirk Erdmann gewählt, der mit seiner Familie das Hotel Rungholt an der Kurhausstraße betreibt. Damit übergibt Claas-Erik Johannsen vom Benen-Diken-Hof in Keitum nun auch offiziell sein Amt als Vorsitzender, welches er aus gesundheitlichen Gründen seit November 2019 interimsmäßig vom zweiten Vorsitzenden Raphael Ipsen ausführen ließ.

Besonders im Hinblick auf die turbulenten Zeiten aufgrund der COVID-19 Thematik, keine leichte

Aufgabe, die weit über das ansonsten gewohnte Tagesgeschäft hinausging.

„Ich bin froh, dass ich mich auf viele unserer DEHOGA Mitglieder und darunter vor allem auch auf Dirk Erdmann verlassen konnte, der mir ebenso geholfen hat unseren Verband zu vertreten. Insbesondere stärkte mir Claas-Erik Johannsen nach Kräften den Rücken." bedankt sich Ipsen für die kollegiale Zusammenarbeit.

„Ich war nicht darauf aus, in der ersten Reihe zu stehen und konnte mich bis Ende 2019 im

Hintergrund für die Belange der Sylter Hotel- und Gaststättenlandschaft engagieren. Doch die Ereignisse machten es dringend erforderlich, dass Sylt sich Gehör verschafft" so Ipsen weiter, der auch in der kommenden Legislaturperiode als zweiter Vorsitzender fungiert.

Wenn man irgendetwas Gutes an den letzten Monaten finden möchte, in denen wir uns alle gemeinsam mit der Pandemie auseinandersetzen mussten, so ist es der Zusammenhalt, der sich branchen - und sogar regionsübergreifend geformt hat. „Noch nie standen wir als DEHOGA Sylt in einem solch engen Kontakt und konstruktiven Austausch mit Touristikern und den Gemeinden wie jetzt, wofür ich mich ausdrücklich bedanken möchte. Noch mehr freut es mich, dass wir einen Schulterschluss der Nordseeinseln vollbracht haben. So haben sich Sylt, Föhr, Amrum und Helgoland stark positioniert, abgestimmt gehandelt und mit einer Stimme gesprochen, die uns als touristischen Motor des Landes die Wahrnehmung verschafft hat, die uns gebührt" blickt Ipsen auf die jüngste Vergangenheit zurück.

"Die Zukunft des DEHOGA Sylt liegt mir sehr am Herzen. Gemeinsam müssen wir die Zukunft unseres Verbandes neu strukturieren. Dies möchte ich - wenn es wieder möglich ist - mit dem Vorstand und weiteren Mitgliedern in einem Workshop gemeinsam erarbeiten! Ideen dazu habe ich, möchte jedoch neue Strukturen auf einer breiten Basis schaffen." so der frisch ins Amt gewählte Vorsitzende Dirk Erdmann.

„Ich freue mich, zusammen mit Dirk Erdmann als 1. Vorsitzenden eine neue Doppelspitze bilden zu können und wir zukünftig zusammen ein Gesicht des DEHOGA Sylt abbilden, welches jetzt wieder mit Erfahrungen aus erster Hand und Entwicklungen aus dem direkten Tagesgeschäft agieren kann." schließt Ipsen ab.

 

 

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Überbrückungshilfe III

Um Eigenkapitalzuschuss erweitert 

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Für die aktuellen Lockdown-Monate werden Unternehmen mit Neustarthilfe oder Überbrückungshilfe III finanziell unterstützt. Im Rahmen der Überbrückungshilfe III erhalten Unternehmen, deren Umsatz um mindestens 30 % eingebrochen ist, einen Zuschuss in Höhe von 40, 60 oder 100 (ursprünglich 90) Prozent der angefallenen Fixkosten. Unternehmen, deren monatlicher Umsatz nur noch die Hälfte oder weniger beträgt, sollen nun neben der Überbrückungshilfe auch noch einen Eigenkapitalzuschuss erhalten. Darüber informierten das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium der Wirtschaft und Energie am 1. April in einer Pressemitteilung. 


Gestaffelter Eigenkapitalzuschuss

zusätzlich zum Fixkostenzuschuss

Der Eigenkapitalzuschuss wird ab dem 3. Monat gewährt, in dem ein Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat zu verzeichnen ist. Seine Höhe ist gestaffelt:

·    25 Prozent im dritten Monat

·    35 Prozent im vierten Monat

·    40 Prozent ab dem fünften und

    jedem weiteren Monat

Bemessungsgrundlage für den Eigenkapitalzuschuss bildet der Anteil der Überbrückungshilfe, der für die allgemeinen Fixkosten der Positionen 1 bis 11 des Fixkostenkatalogs gewährt wird, also insbesondere für Mieten, Zins- und Leasingaufwendungen, anteilige Abschreibung, notwendige Instandhaltungsaufwendungen, Versicherungen und Ausgaben für Strom, Wasser, Heizung, Reinigung sowie Grundsteuer. Damit gehört der Zuschussanteil, der für die weiteren Kostenpositionen, wie Baukosten zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen oder Digitalisierungskosten oder auch für die branchespezifischen Fixkosten der Reisewirtschaft und des Einzelhandels gewährt wird, nicht dazu.


Beispiel:  Ein Unternehmen erleidet in den Monaten Januar und Februar einen Umsatzeinbruch von 90 Prozent, in den Monaten März und April 2021 beträgt der Umsatzeinbruch immer noch 75 bzw. 65 Prozent. Im Mai 2021 wird ein Umsatzrückgang von 50 Prozent und im Juni 2021 nur noch ein Umsatzrückgang von 35 Prozent erwartet. Das Unternehmen hat jeden Monat 10.000 Euro betriebliche Fixkosten aus Mietverpflichtungen, Zinsaufwendungen und Ausgaben für Elektrizität, Wasser und Heizung und beantragt dafür die Überbrückungshilfe III. Das Unternehmen erhält eine reguläre Förderung aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von 46.000 Euro und zusätzlich einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 7.000 Euro. 


Wie die Überbrückungshilfe ist auch der Eigenkapitalzuschuss im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung steuerpflichtig. 


Beantragung des

Eigenkapitalzuschusses 

Für Unternehmen ist der zusätzliche Eigenkapitalzuschuss ein neuer Hoffnungsschimmer, ihr Unternehmen erfolgreich durch die Coronakrise zu manövrieren. Unternehmer, die bislang noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III gestellt haben, können den neuen Eigenkapitalzuschuss seit 20. April 2021 zusammen mit ihrem Erstantrag auf Überbrückungshilfe III durch ihren Steuerberater stellen lassen. Voraussichtlich ab Ende April sollen bei bereits bestehenden Anträgen auf Überbrückungshilfe III dann wohl auch Änderungsanträge auf Eigenkapitalzuschuss gestellt werden können.

Steuerberaterin

Jana Schubert,

ETL ADHOGA

Verbund in Ribnitz-

Damgarten, spezialisiert

auf die Beratung von

Hotels und Gaststätten


Kontakt:

ETL ADHOGA Ribnitz-Damgarten

adhoga-ribnitzdamgarten@etl.de

www.etl-adhoga.de, Tel: 03821/815431


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Meldung an GEMA erforderlich

Keine Gebühren!

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Einige Mitglieder standen zuletzt mit der GEMA und von ihr beauftragten Anwälten in Kontakt, da sie nicht auf Mahnungen reagiert haben, die von der GEMA aufgrund nicht bezahlter Vertragsrechnungen betreffend das Jahr 2021 versendet wurden. Auf Nachfrage erklärte die GEMA, dass Betriebe / Musiknutzer bzgl. ihrer für 2021 laufenden Verträge gegenwärtig keine Mahnungen erhalten und keine Einschaltung von Anwälten im Mahnverfahren erfolgt, wenn der GEMA die aktuellen und vergangenen, behördlich veranlassten Schließungszeiten (seit 01.01. 2021) über das GEMA-Online-Portal mitgeteilt wurden.

Das bedeutet: Alle musiknutzenden Betriebe (z.B. in Gastronomie und Hotellerie, Einzelhandelsbetriebe, Fitnessstudios, Spielhallen oder städtische Musiknutzer wie Schwimmbäder  etc.), die im Jahr 2021 aufgrund behördlicher Veranlassung geschlossen hatten oder noch geschlossen haben, sollten der GEMA diese Schließungszeiten umgehend über das GEMA-Online-Portal mitteilen. Sollte der behördliche Lockdown weiter andauern oder nach Öffnungsphasen wieder angeordnet werden, empfiehlt sich eine regelmäßige und aktuelle Meldung der Schließungszeiten gegenüber der GEMA (ca. alle 4 Wochen). Auf diese Weise können GEMA-Mahnungen und streitige Auseinandersetzungen mit der GEMA im Vornherein weitgehend vermieden und eine effiziente, möglichst genaue Abwicklung der Gutschriften bzw. Rücküberweisungen (falls schon gezahlt wurde) gewährleistet werden. Die Meldung der Schließungszeiten muss über die GEMA-Internetseite vorgenommen werden. Dort kann man dann unter „Meine Corona-Schließungszeiten“ die entsprechenden Schließungstage angeben.

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Wenn die Politik uns weiter geschlossen hält

Man muss uns auch adäquat entschädigen!

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Bei durch den DEHOGA MV immer wieder eingeforderten zusätzlichen Entschädigungen für das Gastgewerbe wird die Landesregierung nachhaltig Druck beim Bund aufbauen. 

Gastgewerbliche Betriebe befinden sich im siebenten Schließmonat. Unsere Beschäftigten genauso lang in Kurzarbeit. Eine Reihe von Betriebstypen darf seit über einem Jahr nicht mehr seinem eigentlichen Geschäft nachgehen. Unglaublich, unfassbar! Anstatt nach über einem Jahr Pandemie endlich wieder ins normale Geschäftsleben starten zu können, wird uns, wird unseren Belegschaften eine mittlerweile bis mindestens zum 22. Mai andauernde Verlängerung des für uns schon seit dem 2. November fortwährenden harten Lockdown zugemutet. Unverständnis, Wut und Hoffnungslosigkeit nehmen immer mehr Raum ein.


Die derzeitige Entwicklung der Infektionszahlen und die zunehmende Belastung der Krankenhäuser zwingen die Regierung zum Handeln. Mit Blick auf die für uns so elementar wichtige touristische Sommersaison ist ein konsequentes Vorgehen auch zwingend. Wenn es nicht gelingt, die Zahlen bis in den Juni in den Griff zu kriegen, kann das Tourismusland MV dicht machen, dann geht im Gastgewerbe das Licht aus. Das kann niemand wirklich wollen. Für die Zeit des Lockdown erwarten wir, dass die Landesregierung alle Kraft in die Impfkampagne lenkt. 

Von allen anderen Bürgerinnen und Bürgern erwarten wir ein konsequentes Einhalten der Auflagen. Ziel muss ein schnelles Absenken der Inzidenzzahl sein. Dies gelingt nur, wenn alle mitziehen. Wir haben uns von daher erfolgreich dafür eingesetzt, dass in der aktuellen Situation die Salatbuffets im Lebensmitteleinzelhandel nicht mehr angeboten werden dürfen. Es kann nicht sein, dass bei uns alles verboten wird und in anderen Branchen der Löffel am Salatbuffet lustig von einer Hand in die andere wandert. Hier darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.


Am Ende muss gesamtgesellschaftlich alles dafür getan werden, dass nach dieser Phase alle geschlossenen Branchen – damit natürlich und vor allem auch wir – verbindliche Öffnungsschritte vornehmen können. Damit dann überhaupt noch Betriebe da sind, die öffnen können, müssen die angesprochenen Entschädigungsleistungen erfolgen. Gerade der Bund ist hier gefordert. Die Vorschläge hierzu liegen auf dem Tisch. Für unsere Branche umfassen die auf unseren Forderungen fußenden Vorschläge neben einer außerordentlichen Wirtschaftshilfe in Form einer 75-prozentigen Erstattung des Umsatzes der Monate April, Mai und Juni 2019 insbesondere eine Ausweitung der Erstattungsfähigkeit von ordentlichen Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens von 50 Prozent auf 100 Prozent in der Überbrückungshilfe III und die Anerkennung eines Geschäftsführergehalts bzw. eines kalkulatorischen Unternehmerlohns in Höhe von 2.000 Euro pro Monat als erstattungsfähig in der Überbrückungshilfe III. Der DEHOGA MV bleibt hier für das Gastgewerbe am Ball und ist wie gehabt Teil der Gespräche. 


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Waldhaus Reinbek verkauft!

Familie Schlichting übernimmt 5-Sterne-Hotel von Familie Schunke

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Das Waldhaus Reinbek wechselt nach 57 Jahren im Besitz von Christa und Dieter Schunke den Besitzer: Bettina und Karl Schlichting, Inhaber der Schlichting Hotel GmbH, zu der u a. ‚Der Seehof‘ in Ratzeburg, ‚Hotel Ohlenhoff‘ in Norderstedt und die Pachtbetriebe Hotel Fürst Bismarck und Hotel Engel in Hamburg gehören, übernehmen das 5-Sterne-Haus am Sachsenwald zusammen mit ihrer 32-jährigen Tochter Sandra Langhans. 


Hotels erfolgreich und einzigartig zu machen, steht im Fokus von Familie Schlichting, die Gastlichkeit lebt. Karl Schlichting freut sich sehr auf die neue Verantwortung: „Ich wohne seit vielen Jahren in der Region und schätze das Waldhaus Reinbek für seinen hohen Qualitätsmaßstab. Hier wird noch individuelle Gastlichkeit gelebt und das Haus ist fest in der Region verwurzelt. Das hat mich begeistert.“ Mit einem weinenden und einem lachenden Auge trennen sich Christa und Dieter Schunke von ihrem ‚Baby‘, das sie über ein halbes Jahrhundert betreut haben. „Herr Schlichting und ich kennen uns schon lange. Er ist der perfekte Nachfolger und wird das Waldhaus in unserem Sinne weiterführen. Wir hatten mehrere Bewerber, doch Herr Schlichting war unsere erste Wahl, gerade, weil er die Einzigartigkeit dieser Region zu schätzen weiß“, begründet Dieter Schunke seine Entscheidung.


Die Wurzeln des Waldhauses gehen auf das Jahr 1874 zurück, der Gründung des Reinbeker Schützenvereins. Auf dem Gelände des heutigen Waldhauses stand ein Wirtshaus, das die Reinbeker Schützen und die Bewohner der Stadt versorgte. 1964 übernahmen Christa und ihr aus dem bayrischen Burgau stammender Mann Dieter Schunke das historische Gasthaus. Das junge Paar war gerade mal Anfang 20 – voller Tatendrang und Mut. Dieter Schunke hatte mit 15 Jahren Kellner und Koch im ‚Bayerischen Hof‘ in München gelernt und machte Station im Hamburger Hotel Atlantic. In den Kolonnaden der Hansestadt traf er auf Christa. „Sie konnte nicht einparken. Als sie ausstieg, habe ich die Fährte aufgenommen, die im Jazzkeller Barett erfolgreich endete“, erzählt er lachend. Christa Schunke, gelernte Kauffrau, war für das Kaufmännische zuständig, hatte aber keine Scheu, sich in Gastronomie und Hotellerie einzuarbeiten: „Ich habe einfach einen Schnellkurs im Bierzapfen gemacht.“ 

Mit Anbauten und Renovierungsarbeiten verwandelten die Schunkes das Waldhaus in ein Gasthaus mit 100 Sitzplätzen und vier Gästezimmern, wo man damals inkl. Frühstück für 6,50 DM übernachten konnte. Aus Rückschlägen stiegen sie mit großem Engagement wie Phönix aus der Asche auf: 1992 musste das Waldhaus Reinbek nach einem Brand neu aufgebaut werden. Drei Jahre später wurde der Familienbetrieb als  5-Sterne-Hotel wie-dereröffnet. „Wir haben von innen nach außen gebaut“, erinnert sich Dieter Schunke. „Dabei hat sich die markante Fassade entwickelt. Die Schweizer Architekten Flum haben das Dach runtergezogen, damit es sich in die Umgebung, den wunderschönen Sachsenwald, einfügt und jede Protzigkeit vermieden wird.“ Seitdem lockt das Waldhaus Reinbek nicht nur Gäste aus dem Umland und ganz Deutschland an. Auch der internationale Gesundheitstourismus spielt eine größer werdende Rolle durch das naheliegende Krankenhaus mit Clusterfunktion.  

2016 standen nach einem Saunabrand Erneuerungen im Wellnessbereich an. In der dritten Etage entstand eine Wellness-Oase mit Salzgrotte, Dampfsauna, Infrarot-Kabine, Whirlpool, finnischer Sauna, Saunarium und vier Treatment-Räumen. Als Event- und Hochzeits-Location sowie Tagungshotel ist das Waldhaus erste Adresse in Reinbek und Umgebung mit sechs Veranstaltungsräumen für bis zu 200 Personen, die jeder auch eine kleine Terrasse oder Atrium bieten. Auf vier Stockwerke verteilen sich 49 individuell gestaltete Zimmer und Suiten. Das im Erdgeschoss befindliche Restaurant mit historischem Pavillon komplementiert diesen besonderen Ort, der für Fluchten aus dem Alltag sorgt.


Mit viel Herzblut und Leidenschaft hat das Ehepaar Schunke 57 Jahre lang ihr Waldhaus Reinbek geleitet. Zum 1. Juni 2021 ist es Zeit für den Ruhestand. „Wir wollen nicht im Haus zusammenbrechen, sondern freuen uns jetzt auf unsere Freizeit mit Golf, Reisen und zur Jagd zu gehen“, sagt Dieter Schunke. Seine Schwiegertochter Claudia Schunke sowie Direktor Moritz Kurzmann und sein Team bleiben unter den neuen Eigentümern dem Hotel erhalten. Familie Schlichting teilt sich die neuen Aufgaben als geschäftsführende Gesellschafter: Karl Schlichting wird sich auf den operativen Bereich sowie die Gastronomie konzentrieren und plant zunächst, den Betrieb und seine Mitarbeiter genau zu verstehen und für die Zukunft, Energiesparmaßnahmen sowie einige Modernisierungen durchzuführen. Dem Schleswig-Holstein Gourmet Festival wird das Haus mit Fokus auf regionale Gastronomie treu bleiben. Sandra Langhans, geborene Schlichting, lernte im dualen Studiengang Hotel- und Gastronomie Management mit Ausbildung im ‚Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten‘ (Hamburg). Sie wird zusammen mit ihrer Mutter Bettina Schlichting Logis, Sales und Marketing übernehmen und somit die familiäre Tradition des Hauses weitertragen. 

www.waldhaus.de


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Umsatzsteuersenkung

Bleibt bis Ende 2022 bestehen

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Seit dem 1. Juli 2020 galt für Umsätze, die zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2020 erbracht wurden, lediglich ein Umsatzsteuersatz in Höhe von 7 statt 19 Prozent bzw. 5 statt 7 Prozent. Allerdings sollte diese Umsatzsteuersenkung nur zeitlich begrenzt bis zum 31. Dezember 2020 gelten, denn trotz andauernder Ausnahmesituation aufgrund der Corona-Pandemie sah das Jahressteuergesetz 2020 keine Verlängerung dieser Umsatzsteuerregelungen vor. Hinzu kam, dass im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 auch Restaurations- und Verpflegungsleistungen, also auch die Speiseabgabe „vor Ort“, dem ermäßigten Umsatzsteuersatz unterliegen sollte. Wir berichteten darüber in unserem Beitrag in der Februarausgabe. 

Kurz nach Redaktionsschluss überraschte die Bundesregierung dann jedoch mit einer für die Gastronomie positiven Meldung. 

Denn durch das Dritte Corona-Steuerhilfegesetz wird die Umsatzsteuersenkung für Restaurant- und Verpflegungsleistungen nun doch verlängert, und das sogar bis zum 31. Dezember 2022. Auf Speisen in Restaurants fallen somit weiterhin nur 7 Prozent Umsatzsteuer an, auf Getränke wie bisher 19 Prozent Umsatzsteuer. 

Damit reagiert die Regierung auf die zahlreichen Kritiken. Denn durch die behördlich angeordneten Schließungen konnten die gastronomischen Betriebe bislang von der geringeren Umsatzsteuer kaum profitieren, denn wer keine Umsätze hat, dem bringt auch die Senkung der Steuer nichts. 

Für Gastronomen ergibt sich daraus noch ein weiterer Vorteil: Sie müssen zum 1. Juli 2021 ihre Kassen nicht erneut umstellen, sondern erst zum 1. Januar 2023. Das spart Kosten und mindert den administrativen Aufwand.

Autor:

StB Max Schmidt, ETL ADHOGA Verbund in Bremen, spezialisiert auf die Beratung von Hotels und Gaststätten

Kontakt:

ETL ADHOGA Bremen

adhoga-bremen@etl.de

www.etl-adhoga.de 

Tel:  0421/792790



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Ofengold: Pure Lust auf Genuss

OFENGOLD begrüßt das neue Gastro-Jahr mit tollen Neuheiten aus der Handwerksbäckerei für Ihren Frühstücksbereich, die snackige Tages- & Abendkarte sowie das Kuchengeschäft am Nachmittag. 

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Für BIO-Fans unter Ihren Gästen hat OFENGOLD zwei neue Produkte im Gepäck; das knackige BIO-Sesam-Rosenbrötchen sowie das kräftige BIO Leinsamen-Kürbiskernbrot. Zudem eignen sich das kleine Buffet-Dinkel-Vollkornbrötchen und das herzhafte Fladenbrötchen ebenfalls für das Frühstücksgeschäft oder als Beilage zu Suppen & Salaten. 

Sie suchen Produkte für schoko-süchtige Gäste? Kein Problem; mit dem OFENGOLD-Buffet-Schoko-Croissant und der Premium Schoko-Sünde mit flüssigem Kern können Sie die Gelüste Ihrer Gäste bestens befriedigen. 

Burger sind ein großes Thema, dem auch OFENGOLD sich angenommen hat. Statt eine weitere, bereits bekannte Rezeptur ins Sortiment aufzunehmen, hat OFENGOLD sich für TOMs Beer-Burger, einer Rezeptur mit Bier-Anteil, entschieden. In der TOMs-Ofensnacks-Karte kommen zudem das herzhafte Premium-Baguette „Knoblauch-Kräuter“ sowie das Premium Baguette „Schinken-Provence“ mit ins Spiel. Mit dieser Snack-Auswahl können Sie sicher bei Ihren Gästen punkten. 

Wer lieber Pizza für den kleinen Appetit favorisiert oder Pizza für die Kinderkarte benötigt, der findet bei OFENGOLD ab sofort ebenfalls kleine Pizza-Varianten in Form der Premium Pizza „Salami + extra Käse PICCOLO“ sowie Premium Pizza „Schinken + extra Käse PICCOLO“ im Angebot.

Spinat als reine Beilage ist ein fester Bestandteil in der Restaurantkarte. Warum nicht mal einen Spinat-Strudel als Highlight zu Fisch, Fleisch oder als vegetarischen Snack anbieten? Der Spinat-Strudel ist bereits vorportioniert, rasch zubereitet und daher ideal für Ihre Tellergerichte geeignet. 

Im Kuchensegment kann OFENGOLD mit einem Klassiker auftrumpfen; der Mohn-Streusel-Kuchen ist fertig vorgebacken, in 6 Streifen vorportioniert und wird in nur 2 Stunden aufgetaut. 

Mit sämtlichen, vorgebackenen OFENGOLD-Spezialbackwaren können Sie Ihren Gästen innerhalb kürzester Restbackzeiten schmackhafte & ofenfrische Backwaren anbieten. Somit entlasten Sie Ihr Personal und schaffen Planungssicherheit und Freude an der Arbeit.

www.ofengold.de





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DEHOGA fordert ein Ende

DEHOGA fordert ein Ende des politischen Missmanagements und schnelle Entschädigung

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(Berlin, 23. März 2021) „Nach den gestrigen Beschlüssen wachsen im Gastgewerbe Verzweiflung und Zukunftsängste“, erklärt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverbandes). Mehr als 70 Prozent der Betriebe bangen laut DEHOGA um ihre Existenz. Schnelle finanzielle Entschädigungen für die vom Staat verursachten Versäumnisse seien jetzt das Mindeste. „Es müssen jetzt Taten folgen, anstatt das Missmanagement beim Impfen und bei den Hilfen fortzusetzen.“ Noch vor Ostern erwartet Zöllick Konkretisierungen zu dem im Beschluss genannten „ergänzenden Hilfsinstrument“. Spätestens am 12. April müsse zudem ein konkreter Öffnungsfahrplan für die Branche vorgelegt werden. 

 

Die DEHOGA-Forderungen im Detail: 

  1. Von den politisch Verantwortlichen erwarten wir eine maximale Kraftanstrengung, damit endlich ausreichend Impfstoff vorhanden ist und die Menschen sieben Tage die Woche geimpft werden können. Gleiches gilt für eine erfolgreiche Teststrategie.
      
  2. Spätestens am 12. April muss die Politik liefern. Insbesondere erwarten wir, dass dann auch für das Gastgewerbe ein konkreter Fahrplan für die Wiedereröffnung vorgelegt wird. Restaurants und Hotels haben in umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen investiert und sind nachweislich keine Pandemietreiber. Zusätzliche Tests für Gäste und Mitarbeiter werden ein Garant für sichere und verantwortungsvolle Öffnungen sein.
      
  3. Das im Beschluss genannte „ergänzende Hilfsinstrument“ für von der Pandemie besonders schwer und lange betroffene Unternehmen muss vor Ostern in konkrete Hilfszusagen münden. Die Überbrückungshilfe III in der jetzigen Form ist dafür nicht ausreichend. Ein Dauerlockdown für das Gastgewerbe, damit die übrige Wirtschaft geöffnet bleiben kann, ist ein Sonderopfer. Die durch die staatlichen Versäumnisse entstandenen Schäden müssen schnell und umfassend erstattet werden.
      
  4. Die November- und Dezemberhilfen müssen noch im März bei allen Unternehmen vollständig zur Auszahlung kommen. Die Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Viele wissen nicht, wovon sie die März-Gehälter bezahlen sollen.
      
  5. Die Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht über den 30. April hinaus ist dringend geboten, da weder die Dauer des Lockdowns noch die zögerliche Auszahlung der Hilfen bei der Beschlussfassung im Januar bekannt waren.
      
  6. Als Interessenvertreter und Anwalt der Branche unterstützt der DEHOGA bereits mehrere Klagen gegen die Corona-Verordnungen. Weitere Klagen werden unmittelbar nach Inkrafttreten der neuen Länder-Verordnungen geprüft. Die Zweifel an der Verhältnismäßigkeit und Verfassungsmäßigkeit wachsen.
      
  7. Mit Blick auf die finanzielle Notsituation wie auch die mentale Ausnahmesituation der Unternehmer wie Beschäftigten fordern wir dringend eine Politik ein, die wieder Vertrauen und Zuversicht schafft. Es geht um die Zukunftssicherung einer Branche, die wie keine zweite für Lebensqualität, Vielfalt und Genuss steht und die für das soziale Miteinander in unserem Land unverzichtbar ist. Über 220.000 Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren 2,4 Millionen Mitarbeitern dürfen nicht im Stich gelassen werden.

www.dehoga.de


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Die Nerven liegen blank

BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante mit einem Statement zu den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde

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Vor einem Jahr wurde das Land in den ersten Lockdown geschickt, und seit einem Jahr haben sich die Instrumente der Bundesregierung nicht angepasst, geschweige denn verbessert. Es wird weiter nur mit einem krampfhaft sturen Festhalten am Inzidenzwert reagiert. Hier muss endlich ein Strategiewechsel erfolgen. Ergänzende Kennzahlen, wie beispielsweise die Impfrate und Testmöglichkeiten sowie technische Lösungen wie Apps müssen ebenfalls einbezogen werden.

Erneut wird unsere Branche für weitere fast vier Wochen geschlossen. Die Rücklagen, die Kraft der mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie das Verständnis sind aufgezehrt. Es geht nicht mehr und kann so auch nicht weiter gehen. Hier stehen unternehmerische Existenzen vor dem Aus und hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Die von der Bundesregierung zu verantwortenden Fehler – schleppende Impfungen, lückenhafte Testkonzepte – werden auf die Unternehmen und insbesondere die (System-)Gastronomie sowie den Handel abgewälzt. Wir dagegen haben gezeigt, dass durch strenge Hygienekonzepte und pragmatische Lösungen, geordnete Zusammenkünfte in einer kontrollierbaren Umgebung stattfinden können. Es müssen endlich Öffnungsschritte und -perspektiven zugelassen werden. Städte wie Tübingen oder Rostock zeigen, dass es geht.

Es sind nun sieben Monate am Stück, in denen meine Mitgliedsunternehmen weitgehenden Beschränkungen unterliegen. Es ist erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit dieser wichtige Wirtschaftszweig geschlossen gehalten wird. Deshalb ist es allerspätestens jetzt an der Zeit, die Hilfspakete für die Gastronomie deutlich aufzustocken, um die Existenzen der betroffenen Unternehmen und Arbeitsplätze endlich zu sichern.

Der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) ist als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die umfassende Branchenvertretung der Systemgastronomie Deutschlands. Der BdS vereint die relevanten Player der Systemgastronomie, zu denen unter anderem die Marken Autogrill, Burger King, KFC, McDonald’s, NORDSEE, Pizza Hut, Starbucks, L´Osteria aber auch neuere Konzepte wie beispielsweise BURGERISTA oder Meatery zählen. Die BdS-Mitgliedsmarken beschäftigen rund 120.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über 2000 Menschen in Ausbildung in nahezu 3000 Standorten. Der BdS ist ein Verband mit zwingender Tarifbindung für seine Mitgliedsrestaurants.
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Hardware und Software

Die neuen Abschreibungsregeln ab 2021

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Aufwendungen für die Anschaffung von Anlagevermögen wirken sich regelmäßig nicht sofort in voller Höhe steuerlich als Betriebsausgaben aus. Die von einem Hotelier oder Gastronomen angeschafften abnutzbaren materiellen und immateriellen Wirtschaftsgüter sind über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Die Finanzverwaltung ging für Computerhardware und Betriebs- und Anwendersoftware bisher von einer Nutzungsdauer von drei Jahren aus.

 

Einzige Ausnahme hierzu stellte die Sofortabschreibung für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter dar. Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis netto € 800,00 können im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung sofort abgeschrieben werden.

 

Mit einem aktuellen BMF-Schreiben vom 26.02.2021 hat die Finanzverwaltung nun auf Besonderheiten angesichts der Schnelllebigkeit des technischen Fortschritts bei Hard- und Software reagiert und die Nutzungsdauer für derlei Wirtschaftsgüter auf ein Jahr herabgesetzt. Unter die Neuregelung fallen beispielsweise Computer, Desktop-Computer, Notebook-Computer, Workstations, Dockingstations, externe Netzteile, Peripherie-Geräte und Betriebs- und Anwendersoftware zur Dateneingabe und-verarbeitung. Auch auf den individuellen Nutzer abgestimmte Anwendungen wie ERP-Software, Software für Warenwirtschaftssysteme oder sonstige Anwendungssoftware zur Unternehmensverwaltung oder Prozesssteuerung gehören zur Software, für die die einjährige Nutzungsdauer neu zur Anwendung kommt.

 

Die einjährige Nutzungsdauer gilt erstmals für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2020 enden. Dies bedeutet für Unternehmen, deren Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr entspricht, dass Anschaffungen im Bereich Hard- und Software ab 01.01.2021 deutliche höhere Abschreibungsbeträge generieren. Zu beachten ist aber die zeitanteilige Abschreibung im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung. Der volle Betriebsausgabenabzug über die Abschreibung im Anschaffungs- bzw. Herstellungsjahr erfolgt nur, wenn der Zugang von Anlagevermögen im Januar erfolgt. Für Anschaffungen im Dezember sind dies 1/12 der Jahresabschreibung. Der Restwert kann dann im Folgejahr komplett abgeschrieben werden. Hier besteht der große Unterschied zur Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter, denn derlei Wirtschaftsgüter können im Anschaffungsjahr unabhängig vom konkreten Anschaffungszeitpunkt voll abgeschrieben werden (z. B. bei Anschaffungen im Dezember). Ob diese Unterscheidung tatsächlich so gewollt war und gegebenenfalls korrigiert wird, bleibt abzuwarten.

 

Die Neuregelung wirkt sich ebenfalls auf die in vor 2021 angeschafften Computer, Tablets u.a. Hard- und Software aus. Die Restwerte können in 2021 steuerlich komplett abgeschrieben werden.

 

Festgestellt werden kann, dass die allseits angestrebte Digitalisierung durch die Neuregelung eine besondere steuerliche Förderung erfährt.

 

 

 

             COMMERZIAL TREUHAND

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Am Kabutzenhof 21

18057 Rostock

 

Telefon 0381 / 454710

www.ct-gruppe.de

ct-rostock@ct-gruppe.de

 

Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) Christian Fischer

(Geschäftsführer, Steuerberater)
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GAZO so geht's

Praktische Unterweisungen Online?, berufliche Orientierung Digital?, wir machen das! 

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Auf dem Bild: Küchenmeister Andreas Grebing und Serviceausbilderin Inga Ihben

Spätestens seit dem ersten Lockdown, gehen wir vom Gastronomischen Ausbildungszentrum für Ostfriesland unseren ganz eigenen Weg, nicht nur für unsere eigenen Auszubildenden, sondern für alle Auszubildenden und Interessierte in der Branche.

Weit mehr als 20.000 View`s und Hunderte von Like`s auf unserem YouTube Kanal: 

gazo-gastronomics zeigen dass wir auf einem guten Weg sind. Es erfordert ein wenig Mut, zeigt aber auch, dass neue Wege in der Gastronomie möglich und vielleicht auch nötig sind.

Als Teil der Kreisvolkshochschulen Aurich- Norden nutzen wir unsere Sozialen Medien:

Facebok und Instagram (Gazo and Friends) , unsere Homepage (www.gazo-online.de) und natürlich unseren YouTube Kanal (gazo-gastronomics) um gastronomisches Wissen und Unterweisungen auf einem wie wir hoffen gutem fachlichen Niveau weiterzugeben.

Auch nutzen wir diese zeitgemäßen Medien, um Bilder und Inhalte aus der Gastronomie zu teilen, um so möglichst viele Menschen für unsere tollen Berufe zu interessieren.

Und ganz besonders jetzt in einer Zeit des „Stillstandes“ in dem auch berufliche Orientierungen und Beratungen kaum möglich sind, können wir so berufliche Inhalte und Qualifizierungsmöglichkeiten innerhalb der Gastronomie auf jeden Bildschirm und auf jedes Handy bringen. 

Dieses unterstütz alle die vielleicht noch nicht ganz sicher sind wie Sie zukünftig Ihr Leben gestalten wollen die Agentur für Arbeit, sowie die Jobcenter und letztlich die ganze Branche die hoffentlich bald „alle Hände voll zu tun hat“ und jeden Mitarbeiter / jede Mitarbeiterin dringend braucht.

(Tipp: GAZO der Film, sowie Überblick über die gastronomischen Qualifizierungen)

Wir sind sehr froh diesen Weg eingeschlagen zu haben, sehr gespannt darauf, wohin er uns noch führen wird und freuen uns über alle die in gemeinsam mit uns gehen. So wird vielleicht aus einem Weg eine Straße, aus der Straße eine Autobahn und schlussendlich ein Instrument was uns allen helfen kann, schon in der Pandemie, die richtigen Weichen zu stellen und möglichst bald wieder richtig durchzustarten.

Dieses heißt für uns: zu qualifizieren, auszubilden, umzuschulen und auch Auszubildende anderer Betriebe bei der Vorbereitung auf die Prüfung zu unterstützen falls es nötig ist.

Für die Branche, heißt es endlich wieder der Gastgeber zu sein und die Dienstleistungen zu erbringen, derentwegen wir alle uns für die Gastronomie entschieden haben J

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und fit für die Zeit nach Corona und ohne Einschränkungen,

Ihr Team vom GAZO aus Ostfriesland

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Inlandstourismus bricht ein

Übernachtungszahlen auf historischem Tief

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Die Corona-Maßnahmen treffen das Gastgewerbe besonders hart. Der DEHOGA fordert die schnelle Auszahlung der Hilfen und einen Fahrplan zur Wiederöffnung der Hotels und Restaurants. 


(Berlin, 10. Februar 2021) Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für den Deutschlandtourismus und damit für das Gastgewerbe verheerend. Nach zehn Wachstumsjahren in Folge brachen die Übernachtungszahlen 2020 dramatisch ein. Im vergangenen Jahr zählten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland nur 302,3 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekanntgab. Das sind 39,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon entfielen 270,3 Millionen auf Übernachtungen aus dem Inland, ein Minus von 33,4 Prozent. Noch gravierender war der Rückgang bei den ausländischen Gästen: 32,0 Millionen Übernachtungen bedeuten hier ein Minus von 64,4 Prozent. Ursache für den historischen Tiefstand seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse im Jahr 1992 sind die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Die fehlenden Übernachtungen und ausbleibenden Umsätze bedrohen die Existenz Zigtausender Betriebe. Lage und Stimmung im Gastgewerbe sind katastrophal“, sagt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband). „Nach dem desaströsen Corona-Jahr mit vier Monaten Lockdown sind die Konten unserer Betriebe leer. Wegen der verzögerten Hilfszahlungen und der fehlenden Öffnungsperspektiven nehmen Verzweiflung und Existenzängste in der Branche dramatisch zu.“ 

 

Touristische Übernachtungen waren seit dem 23. März bis Mitte Mai be-ziehungsweise zum Beispiel in Bayern sogar bis Ende Mai untersagt. „Der Lockdown im Frühjahr brachte den Inlandstourismus zum Erliegen. Geschäftsreisen fanden so gut wie nicht mehr statt“, erklärt Zöllick. „Auch nach der Wiedereröffnung der Betriebe lief das Geschäft aufgrund von Abstandsgeboten, Kapazitätsbegrenzungen und Reisebeschränkungen nur gebremst.“ Die massiven Verluste ließen sich auch nicht durch eine mancherorts gute Sommersaison kompensieren. Hinzu kam das Regelungschaos bei den Beherbergungsverboten im Herbst, das zu „zusätzlicher Verunsicherung und zu Frust bei Gästen wie Gastgebern geführt hat.“ Messen, Kongresse sowie große Kultur- und Sportveranstaltungen fanden 2020 überhaupt nicht statt. Internationale Besucher fehlten schmerzlich.

Seit 2. November befindet sich die Branche erneut im Lockdown. Daher mussten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland in den letzten beiden Monaten des Jahres wieder starke Einbußen hinnehmen.

Im November konnten lediglich 9,1 Millionen Übernachtungen verbucht werden, das waren 72,1 Prozent weniger als im November 2019. Im Dezember sank die Zahl der Übernachtungen um 78,4 Prozent auf 6,7 Millionen. Bemerkenswert ist auch der Rückgang der geöffneten Betriebe im Dezember 2020: Nur rund 60 Prozent beziehungsweise 31.000 der 52.200 statistisch erfassten Beherbergungsbetriebe hatten geöffnet. Das waren noch einmal ein Viertel (25,4 Prozent) weniger im Vergleich zum November 2020 mit 38.800 geöffneten Betrieben.

„Das Geschäft mit den wenigen Übernachtungen der Geschäftsreisenden deckt kaum die Kosten für das Offenhalten der Hotels, Gasthäuser und Pensionen“, sagt Zöllick und drängt auf die Auszahlung der staatlichen Hilfen und auf Perspektiven für seine Branche. Nach fast einem Jahr Pandemie seien Rücklagen nicht mehr vorhanden, die Betriebe stünden mit dem Rücken zur Wand. Drei Viertel der Hotels und Restaurants bangen laut einer DEHOGA-Umfrage vom Januar um ihre Existenz. Umso wichtiger sei jetzt, dass die versprochenen Hilfen schnell und in vollem Umfang bei allen notleidenden Unternehmen ankämen und die Antragstellung für größere Unternehmen endlich möglich werde.

Von der heute stattfindenden Bund-Länder-Konferenz erwartet der DEHOGA eine konkrete Perspektive für die Öffnung von Hotels und Restaurants. „Wir fordern einen abgestimmten Fahrplan mit klaren Kriterien, wann und unter welchen Voraussetzungen unsere Betriebe wieder öffnen dürfen“, so Zöllick. Bürger wie Unternehmer bräuchten dringend eine an nachvollziehbaren Kriterien ausgerichtete Öffnungsstrategie, wenn dies die Infektionslage zuließe. Für einen erfolgreichen Re-Start hat der DEHOGA Leitlinien unter dem Titel „Gastgewerbe verantwortlich wiederhochfahren“ vorgelegt. Hotels und Restaurants hätten bereits im Frühjahr in strikte Hygiene- und Schutzkonzepte investiert und seien auch laut RKI keine Pandemietreiber. Zöllick: „Es geht um die wirtschaftliche Existenz der Unternehmer und die Rettung Hunderttausender Arbeitsplätze. Zudem geht es auch um den Erhalt ganzer touristischer und gastronomischer Strukturen.“ Dabei habe das Gastgewerbe nicht nur eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, sondern sei von großer gesellschaftlicher Relevanz.

 Sie finden die Pressemitteilung auch auf unserer Website. 

 

 

Ihr Ansprechpartnerin:
Stefanie Heckel · Pressesprecherin
Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband)
Am Weidendamm 1A · 10117 Berlin
Fon 030/72 62 52-32 · Fax 030/72 62 52-42
 heckel@dehoga.de · www.dehoga.de



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01.02.2021 08:00

Küche gegen Getränkeregal

Die Corona-Pandemie treibt schon außergewöhnliche „Blüten“! So etwas hat es auf der Welt noch nie gegeben und Gastronomen sowie Hoteliers, unverschuldet, schwierige Zeiten beschert.

Es sind aber immer wieder die außergewöhnlichsten Einfälle, die dazu führen, dass man versucht die Situation zu entschärfen. Es entstehen Gasthaus-Shops, es wird gekocht und online vertrieben, um nur zwei Aktionen zu nennen. Dennis Winter vom „Royal Service“ in Flensburg hat zum Beispiel für eine große Bank die Einlasskontrollen durchgeführt, auf Einhaltung der Corona – Verordnungen geachtet. Außerdem mit Kollegen, auch aus Dänemark, einen Lieferservice für Essen und Trinken angeboten.

Seit März vergangenen Jahres haben Birgit und Ingo Sörnsen (Freienwill Krug) außer Absagen eigentlich gastronomisch nicht mehr aktiv werden können.

Da das Hauptgeschäft aus Feierlichkeiten und Sitzungen besteht, dies aber alles auf null gefahren worden ist, ein Außer-Haus-Service aufgrund der Lage des Kruges nicht einmal die Kosten eingespielt hat, mussten die beiden umtriebigen Gastronomen sich etwas einfallen lassen.

In der kurzen Zeit der Teilöffnung haben sie den Badesee in der Region bewirtschaftet. „Zwar war die Saison weitgehend beendet, aber wir haben noch sehr gute, sonnige Wochen gehabt“, so Ingo Sörnsen. „Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Pommes und Eis verkauft“, erzählte er weiter. Im Herbst war das dann aber auch vorbei. Was nun? Unkonventionell für einen Koch, bewarb sich Sörnsen im benachbarten EDEKA-Markt von Lutz Blask (Adelbylund in Flensburg) und wurde prompt für die Spirituosenabteilung eingestellt.

„Ein toller Mitarbeiter“, schwärmt Edeka Chef Blask. „Man merkt, dass er selbstständiges Arbeiten gewohnt ist. Würde ihn gern als Mitarbeiter behalten“. Ingo Sörnsen lächelt dazu, wünscht er sich mit seiner Frau Birgit nichts sehnlicher, als die Wiedereröffnung des Kruges.

„Wir werden sehen, was die Zeit bringt“, erzählt der Gastronom. „Noch nie habe ich so eine geregelte Arbeitszeit gehabt, abends Ruhe, daran könnte man sich gewöhnen“. Am Wochenende versucht er jedoch weiterhin mit Birgit das „Außer-Haus-Geschäft“ zu beleben.

Somit habe er zwar eine 7 Tage Woche, aber es geht erst einmal weiter und das ist wichtig. 

Text/Foto: hansen/voldewraa (DEHOGA Kreisverband Schleswig-Flensburg)


22.01.2021 10:53

Eicke Steinort startet durch

Eicke Steinort, Inhaber vom Hotel Wassersleben in Harrislee/Wassersleben, hat einiges vor. Seit nunmehr zwei Jahren führt er die Geschicke in diesem wunderschön gelegenen Hotel, direkt an der Flensburger Förde.

Von 1977 bis 2000 hat er hier seine Kochausbildung absolviert und mit Erfolg abgeschlossen. Danach hat es ihn in die weite Welt gezogen. Stationen in London, dem legendären „The Dorchester“, „Hotel Süllberg“ in Hamburg, „Ritz Carlton“ Wolfsburg auf Kreta das „Minos Beach Art Hotel“, „Alain Ducasse at the Dorchester“ wieder in London, „Al Badia Golf Club“ Dubai, das Swiss Hotel „The Bosporus“ am Bosporus,

„Jumeirah Group“ Dubai waren seine beruflichen Stationen, bis er als Küchenchef im „Bayrischen Hof“ in München wieder in Deutschland angekommen ist. Bei einem Besuch in seinem ehemaligen Lehrbetrieb in Wassersleben wurde er angesprochen, ob er nicht Interesse an einer Übernahme hätte. Er musste nicht lange überlegen. Die Lage in einem ehemaligen Villenvorort aus dem 18. Jahrhundert gibt es nur einmal.

Seit 2018 führt er nun die Geschicke des Hauses, hat 2020 zum ersten Mal erfolgreich am „Schleswig-Holstein Gourmet Festival“ teilgenommen und seine Ziele ganz konkret gesteckt.

„Ich möchte das 3-Sterne Hotel auf 4-Sterne aufwerten. Die dafür erforderlichen Maßnahmen sind bereits abgeschlossen. Dann entsteht ein Gourmetrestaurant, in dem ich auf Sterne-Niveau kochen werde, meine vorherigen Stationen haben mir das Rüstzeug gegeben und außerdem ist eine Erweiterung des Hotels für das kommende Jahr geplant. Einige Millionen wird das schon kosten“, so Steinort. Aber wenn nicht jetzt, wann dann. So hat er die Schließung, Corona bedingt, für Modernisierungsarbeiten bereits genutzt.

Wer Eicke Steinort kennt, weiß, das er das hochgesteckte Ziel erreichen wird. Bereits jetzt verwöhnt er seine Gäste. Ob im Restaurant mit frischen Produkten aus der Region, die er versteht raffiniert zu kombinieren oder im Hotel, das schon jetzt kaum Wünsche mehr offen lässt. Die Zimmer werden größer, die Bäder neugestaltet und der Anbau mit einem Aufzug versehen. Es sollen behindertengerechte Zimmer entstehen. Aber mehr, so Steinort, werde ich jetzt noch nicht verraten. Text: hansen/voldewraa. Fotos: Susanne Plaß (Agentur Plaß Relations)

18.11.2020 10:55

Mindestlohnerhöhung

In seiner Sitzung am 28. Oktober 2020 hat das Bundeskabinett eine neue Mindestlohnanpassungsverordnung beschlossen. Diese setzt die Entscheidung der Mindestlohnkommission aus dem Juni um. 

Danach steigt der gesetzliche Mindestlohn in den Jahren 2021 und 2022 in vier Schritten wie folgt:

·    9,50 € brutto je Zeitstunde

   ab 1. Januar 2021

·    9,60 € brutto je Zeitstunde ab

   1. Juli 2021

·    9,82 € brutto je Zeitstunde ab

   1. Januar 2022

·    10,45 € brutto je Zeitstunde ab

   1. Juli 2022

Am gleichen Tag hat die EU-Kommission einen Vorschlag für eine europäische Richtlinie für angemessene Mindestlöhne in der EU vorgelegt. Der Vorschlag sieht vor, dass Mitgliedstaaten mit einem gesetzlichen Mindestlohnrahmen erforderliche Maßnahmen ergreifen sollen, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Mindestlöhne anhand von Kriterien festgelegt und aktualisiert werden, die die Angemessenheit dieser Löhne fördern und dem Ziel angemessener Arbeits- und Lebensbedingungen, des sozialen Zusammenhalts und der Aufwärtskonvergenz entsprechen. Diese nationalen Kriterien müssen mindestens die Kaufkraft, das allgemeine Niveau der Bruttolöhne und ihrer Verteilung, die Lohnwachstumsrate und die Arbeitsproduktivität umfassen.

Auch wenn in dem Vorschlag aus Brüssel die befürchtete Orientierung am nationalen Median-Lohn nicht vorgesehen ist, lehnt der DEHOGA Mindestlohnregelungen auf EU-Ebene weiter ab. Die Europäische Union würde damit völlig unangemessen in die nationalen Zuständigkeiten von Regierungen und Sozialpartnern eingreifen. Eine Stärkung der Tarifautonomie und der Sozialpartnerschaft innerhalb der EU wird dadurch nicht erreicht, ebenso wenig wie die Angleichung des Lohnniveaus in den Mitgliedstaaten.